Mini-Präsentbuch „Hoffnungslichter“, hg.v. Kathrin Clausing, Verlag am Eschbach 2019. ISBN 978-3-86917-738-0
Liebe Leser*innen! Ich möchte auf eine Neuerscheinung aufmerksam machen. Soeben wurde mein Gedicht „Wunder“ in der neuen Anthologie „Hoffnungslichter“ des Verlags am Eschbach veröffentlicht. Es ist ein sehr ansprechend gestaltetes kleines Geschenkbüchlein mit einer schönen Textauswahl zum Thema Hoffnung geworden. Ich freue mich, dass ich ein Gedicht dazu beitragen konnte!
Es ist ein Trost
dass der Kirschbaum
dennoch blüht
ein Meer aus rosaroten Wogen
und dass die Amsel mutig ihr Lied singt
im Morgengrauen
Ein Trost ist
die Wiederkehr der Hummeln
die umhegte Weite des Rasens
das weiche Moos unter meinen Füßen
und das schüchterne Lächeln der Gänseblümchen
Die leuchtende Lebensfreude der Tulpen
ist tröstlich
die Standhaftigkeit der Butterblumen
und die zarten Schirmchen
ihrer verwandelten Schwestern
die mir sagen:
Lass los
Es kommen neue Wege
von denen du nichts ahnst
Ich
taste mich vor
in den Tag
Wieder ein schmaler Pfad
zu gehen heute
über Geröll von Schmerz und Angst
ohne Geländer
immer entlang
am Abgrund der Verzweiflung
Einen Abend mit
Poesie und Musik erlebten die 17 Besucher*innen meiner Lesung in der
Evangelischen Stadtakademie Düsseldorf am 12.3.2019.
Die Gedichte holten die Zuhörer*innen mit dem Thema Natur im gegenwärtigen Wechsel der Jahreszeiten vom Winter zum
Frühling ab und wanden sich dann dem Thema Vertrauen
zu, Vertrauen ins Leben, in Gott und die Mitmenschen, das es immer wieder neu
zu finden gilt. Es folgten meine Psalmen
in denen Poesie zum Gebet wird und die der Hoffnung auf die verwandelnde Kraft
Gottes Ausdruck verleihen. Den Abschluss bildeten Texte zum Thema In Beziehung, die der Frage nach dem
Verstehen und Verstanden werden nachgehen.
Im klangvollen Wechsel zu meiner Lyrik ertönten die meditativen Musikstücke des
Hang-Spielers Harry Meschke. Die
bewegenden Tonfolgen, die er seinem
besonderen Instrument entlockte, gaben Raum um das Gehörte nachwirken zu
lassen.
Im anschließenden Gespräch gab es viele positive
Rückmeldungen über die ich mich sehr gefreut habe und die mich in meiner
weiteren Textarbeit motivieren und ermutigen.
Im letzten Teil des Abends konnten die Teilnehmer*innen selbst kreativ werden
und übten sich im Haiku schreiben.
Diese japanische Form des Kurzgedichts, bestehend aus nur drei Zeilen mit 17
Silben, eignet sich wunderbar für poetische Momentaufnahmen. So entstanden eine
Reihe von stimmungsvollen Miniatur-Kunstwerken.
Ein gelungener Abend, an den ich mich noch lange mit Freude erinnern werde!