Erzählprojekt Sonnenstrahlen

Herzliche Einladung zum Erzählprojekt Sonnenstrahlen.

Vielleicht erinnern sich einige von euch an die Maus Frederick, die im Sommer Sonnenstrahlen und schöne Eindrücke sammelt und damit im Winter den anderen Mäusen hilft die Dunkelheit und Kälte zu überstehen.

In diesen schwierigen Zeiten möchte ich euch einladen, es gemeinsam mit mir der Maus Frederick gleichzutun und Sonnenstrahlen, Ermutigendes, schöne Erlebnisse und gute Nachrichten zu sammeln und miteinander zu teilen.

Ihr könnt eure guten Geschichten, Gedanken, Erfahrungen in einem kurzen Prosatext beschreiben oder auch einfach ein Foto oder ein Video davon machen. Oder ihr verdichtet sie zu einem Gedicht, z.B. zu einem Haiku (dreizeiliges Kurzgedicht, erste Zeile: fünf Silben, zweite Zeile: sieben Silben, dritte Zeile: fünf Silben). Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Schickt mir eure Sonnenstrahlen  einfach an info@lyrikfenster.de und ich stelle sie auf meiner Seite ein.

Meine Hoffnung ist, dass es uns geht wie in der biblischen Geschichte von der Speisung der 5000, in der fünf Brote und zwei Fische ganz viele Menschen satt machten – weil sie anfingen zu teilen. Lasst uns das Gute und Nährende, das Ermutigende, das uns in diesen Tagen oder im Sommer begegnet ist miteinander teilen und weitererzählen!

Und gebt diese Einladung gerne an eure Freund*innen und Bekannten weiter!
Das Projekt läuft den ganzen Herbst und Winter über. Ihr könnt also gerne von Zeit zu Zeit auf meiner Seite vorbei schauen, euch an den Einträgen freuen und mir eure eigenen neuen Sonnenstrahlen zusenden.

Ich freue mich auf eure Beiträge!

P.S.: Schaut euch diese Seite am besten auf dem PC an. Die Darstellung auf dem Smartphone ist leider etwas eingeschränkt.

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Beitrag von Johannes vom 20.02.21 – Frühlingsgruß aus dem Schrebergarten

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Beitrag von Christiane am 18.02.21

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An die Hand genommen!
Letzte Woche ist der Niederrhein unter einer dicken Schneedecke versunken. Wunderschön anzusehen, wie der Schnee so glitzert, aber wenn man Autofahren muss und nur sehr ungern auf Schnee läuft, weil die Angst da ist, zu stürzen, dann kann man diese weiße Pracht nicht so genießen. Genauso ist es mir letzten Montag ergangen. Morgens wollte ich mit meinem Auto zur Arbeit fahren und scheiterte schon an der Tiefgaragenauffahrt, die so vereist war, das ich zunächst trotz Winterreifen nicht hochkam und wieder runterrollte. In der Tat kein guter Start in den Tag und das Herz rutscht einem in die Hose. Eine Nachbarin kam dazu, zusammen streuten wir die Auffahrt und zusammen schafften wir es auch, unsere Autos ans Tageslicht zu befördern. Diese Hürde war schon mal geschafft. Die Straßen waren alle nicht geräumt und es ging im Schneckentempo die 4 km zur Arbeit. Dort angekommen stand ich vor der nächsten Herausforderung. Wie komme ich jetzt hier über den ganzen Parkplatz bis zur Eingangstür meines Arbeitsplatzes? Ich stand unbeholfen und wackelig auf dem Schnee und traute mich kaum einen Schritt vor den anderen zu setzen. Dies sah einer der Gärtner, die im Winter auch den Räumdienst übernehmen. Er rief mir von weitem sofort zu: „Kann ich Ihnen helfen?“ und kam auch schon auf mich zugelaufen. Er bat mir sofort seinen Arm an, damit ich mich bei ihm einhaken konnte. Kurz überlegte ich noch, das dies ja jetzt nicht unbedingt den Corona-Regeln entspricht. Da ich aber eine Maske trug und der hilfsbereite Mann (ziemlich groß und ziemlich sympathisch und überhaupt…) mindestens einen Kopf über mir atmete, habe ich dieses Risiko in Kauf genommen. Ich hakte mich bei ihm ein, fühlte mich sofort sicher und kam unversehrt am Gebäudeeingang an. Der Mann übrigens auch, dies nur nebenbei bemerkt. Diese Hilfsbereitschaft hat mich so berührt, dass ich den ganzen Tag und auch jetzt immer wieder daran denken muss und jedes Mal kommt das Gefühl auf, als wenn die Sonne in meinem Herzen strahlt. Wenn ich diesen Mann das nächste Mal sehe, hoffe ich, den Mut aufzubringen, ihm nochmal für diese Sonnenstrahlen zu danken.
Beitrag von Heike am 17.02.21

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Beitrag von Ute am 14.02.21

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Beitrag von Michael am 12.02.21 – „Winterwunderland“

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Beitrag von Anja am 12.02.21 – „Eispalast“

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Unser Kätzchen Salome hat ihr Kuschelkissen die ersten zwei Wochen nach ihrem Einzug bei uns standhaft ignoriert und tagsüber meistens lieber unter dem Sofa geschlafen. Heute rollte sie sich zum ersten Mal gemütlich auf dem Kissen zusammen und ist friedlich eingeschlafen. Und wir sind happy. 🙂

Beitrag von Katja am 06.02.21

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Nieselnebelgrau.
Die Mittagsglocken läuten.
Vögel, Frieden, Dank!


Beitrag von Uta am 03.02.21

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Farben entdecken

Im winterlichen Regengrau der Großstadt gibt es wenig, was das Herz fröhlich macht. Stimmt das? Von wegen. In letzter Zeit spiele ich auf meinen Spaziergängen das Farben-Entdeck-Spiel. Da leuchtet eine Tür ganz in Blau, dort ein Verkehrsschild und hier ist ein ganzes Haus rot verputzt. Eine Straße ist gesäumt von strahlend gelben Tonnen, die auf die Müllabfuhr warten… Mit solchen Farbfunden hebt sich meine Laune. Auch drinnen bilden Äpfel, Mandarinen, die Kresse auf dem Fensterbrett und bunte Decken oder Kleidung, Farbtupfer in meinem Alltag. Sie sagen mir: Die Welt ist bunt und lebendig – trotz allem was gerade schwer ist.
Und eigentlich ist es schon Zeit für die ersten Luftschlangen…warum nicht einfach die Musik laut aufdrehn und durch die Wohnung tanzen? Bewegung macht Mut!

Beitrag von Christine am 29.01.21

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Wie soll ich anfangen…
Um es kurz zu sagen, es ist unbeschreibbar, wenn man in einem Augenblick 30 Jahre verliert.
Eines Tages wachte ich auf und sah eine ganz andere Decke und ein fremdes Zimmer. Ängstlich fragte ich mich, wo bin ich denn?? Dann erinnerte ich mich an den Krieg, und wie ich und mein Mann nach Libanon geflohen sind, eine kleine Wohnung mieteten, und ich erinnerte ich mich an meine Eltern und ihre Abschiedstränen.
Im Libanon war die Lage für Syrer noch schlimmer als in Syrien. Deshalb meldeten wir uns beim UNHCR und nach 2 Jahren bekamen wir einen Anruf von ihnen, ob wir nach Deutschland fliegen wollten.
Als wir in Deutschland ankamen, erinnerte ich mich an meine Arbeit als Helferin für irakische Flüchtlinge in meiner Heimat. Damals hatte mich ihr Leid berührt, nun war ich eine von denen, und erlebte das gleiche Leid. Wie komisch das Leben ist, in Syrien war ich eine Helferin und in Deutschland eine von den Flüchtlingen.
Am Flughafen in Deutschland erwarteten uns sehr nette Leute mit einer herzlichen Begrüßung. Eigentlich war alles gemütlich und warm, aber mir war kalt… sehr kalt. Irgendwie fühlte sich für mich alles so peinlich an, dass ich kaum lächeln konnte. Ich fühlte mich nicht mehr und kannte mich nicht mehr, ich war nicht mehr ich. Wie sollte ich mich jetzt vorstellen? Wer bin ich jetzt genau??? Nur ein Flüchtling?? Leider Ja, so war die Antwort in meinem Kopf.

Jeder kennt mich hier als Flüchtling, niemand weiß irgendwas über mich. Niemand kennt mich als Sozialpädagogin, Grafikdesignerin, Freundin, Bekannte oder Nachbarin. Niemand kennt mein Lieblingsessen, Farbe, oder mein Lieblingslied.
Alles war hier wunderschön, die Häuser, die Natur die Straßen waren genauso wie in meinem Kinderbuch. Aber ich konnte nichts fühlen, wie Essen ohne Geschmack, Blumen ohne Duft, ein Bild ohne Farben. Das alles war ein großer Schock für mich. Als Touristin hatte ich mir mich in Europa vorgestellt, aber als Flüchtling …. niemals war mir das in den Sinn gekommen.
Ein neues Leben von Null zu beginnen war überhaupt nicht einfach. Wir mussten die Sprache, die wir nie zuvor im Leben gehört hatten, lernen. Mehrmals weinte ich und dachte: ich werde diese Sprache nicht lernen, ich werde das nicht schaffen.
Mittlerweile waren wir immer als Flüchtling eingeladen. Zur Weihnachtsfeier, Osterfeier, zur Kirche, Sprachgruppe, … usw. Wir gewöhnten uns daran, sonst wären wir einsam geblieben.

Eines Tages bekamen wir eine Einladung von einem sehr netten deutschen Paar. Da unsere Sprache nicht so gut war, konnten wir nicht genau verstehen, ob es eine Einladung als Flüchtlinge zur Kirchengemeinde war, oder als Bekannte zu ihrem eigenen Haus? Als wir da waren, war die Adresse ihr eigenes Haus, und da waren NUR wir als Bekannte eingeladen.
Das war unglaublich schön. Wir haben ein kleines Stück von unserem vorherigen Leben zurückgeholt. Was für einen gemütlichen Abend wir zusammen verbrachten! Wir unterhielten uns über verschiedene Themen, genauso wie mit unseren Freunden. Diesen ersten Abend mit Freunden in Deutschland werden wir niemals vergessen.
Jetzt, haben wir 2 wunderschöne Kinder, die unsere Herz und Seele sind, viele nette deutsche Freunde mit denen wir viele Aktivitäten vereinbaren, mit denen zusammen wir lustige Zeit verbringen und sie kennen mein Lieblingsessen und meine Lieblingsfarbe, sie wissen viel über mich. Wir fühlen uns wieder daheim und haben uns selbst wiedergefunden.
Zum Schluss: Bei allen meinen Depressionen, meinem Leid, war mein Mann neben mir, bestärkte mich, unterstütze mich, brachte mir mein Selbstvertrauen zurück. Er sagte immer: wenn man aufhört zu träumen, hört man auf zu leben.

Beitrag von Nina am 23.01.21

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Beitrag von Katja am 12.1.21.

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Vom Eis umschlossen
sprechen dennoch die Früchte
von der Sonne Kraft
Beitrag von Karin am 12.1.21

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Herrlich, was Sonnenlicht für eine Farbveränderung bewirkt! Auch Vögel singen. 🙂
Beitrag von Uta am 11.01.21

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Altes Mittel neu für mich
entdeckt: Täglich einige
Schritte barfuß durch den
Schnee spazieren. So bin ich,
die ich sonst dauernd davon
geplagt bin, schon ein paar
Tage (und Nächte!) ohne
kalte Füße.
🙂
Beitrag von Uta am 7.1.21

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Ich habe eine Karte bekommen mit diesem Text:
„Weihnachtshamster futtert alles auf, woran du in diesem Jahr zu knabbern hattest, damit du entspannt das neue Jahr beginnen kannst.“
Daraus entwickelten sich ein paar Gedanken, die ich gerne teile. Manchmal wünsche ich mir einen Hamster, der alles auffuttert, woran ich zu knabbern habe. Und dann denke ich, vielleicht ist ja Jesus dieser Hamster. Petrus fordert uns dazu auf, alle Sorge auf Ihn zu werfen, denn Er sorgt für uns. Vielleicht kann man das ja auch so übersetzen: Alles, woran du zu knabbern hast, gib Jesus zu futtern, er hilft dir!
Beitrag von Susanne am 7.1.21

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Weihnachtswunsch:
Dass von Weihnachten etwas bliebe:
Ruhe, Besinnlichkeit, Liebe,
Freude, Wärme, Licht und Lachen
und noch andre wundervolle Sachen.
Das von Weihnachten etwas bliebe,
ganz besonders aber Friede.

Beitrag von Monica am 29.12.20
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https://www.youtube.com/watch?v=XOLCIXVoVMQ&feature=youtu.be
Beitrag von Mirko am 26.12.20
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Weihnachtlicher Stern
Wir suchen den Weg zum Kind
Dein Licht leite uns
Beitrag von Constanze am 13.12.
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Wenn ich momentan an den kommenden Januar denke, dann überfällt mich meistens eher ein mulmiges Gefühl. Lockdown, Einsamkeit, trübes Wetter, Angst vor Ansteckung, Krankheit und Verlust – und die schönen, besinnlichen Advents- und Weihnachtstage sind dann leider auch vorbei. Es gibt gefühlt gerade wenig, auf das man sich Anfang des neuen Jahres freuen kann.
Als ich abends auf der Couch sitze und leicht selbstmitleidig vor mich hingrüble, ploppt ganz plötzlich ein Foto auf meinem Handy auf. Über einen Messenger schickt mir eine ehemalige Kollegin ein neues Bild der kleinen Katze, die bald bei uns einziehen soll. Sie arbeitet ehrenamtlich für das Tierheim in der Stadt und päppelt als „Pflegekatzenmutter“ Fundkatzen auf, die später vermittelt werden sollen. „Unsere“ Katze wurde vor einiger Zeit schwer verletzt auf einem Feld aufgefunden und muss noch gesund gepflegt werden, bevor sie dann voraussichtlich im Januar zu uns kommen kann.
„Es geht ihr immer besser!“ schreibt die Katzenpflegemama mit einem lächelnden Smiley. Genau im richtigen Moment. Und der kleine Sonnenstrahl im Januar wird auf einmal wieder viel heller …:-)

Beitrag von Katja am 13.12.20
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Auf einem Spaziergang mit meinem Mann entdeckte ich diesen Baum. Es ist ja fast nichts mehr übrig! Was hat er erlebt, dass nur noch dieses Stück Rinde steht? Was setzte ihm so arg zu? Wenige Äste und Zweige wachsen daraus, sehen kräftig aus, haben Knospen fürs nächste Frühjahr angesetzt. Unsichtbar im Erdreich verborgen ist dieser Baumrest verwurzelt. Er bekommt Kraft, gibt nicht auf, lebt weiter, so wie er es vermag.
Ich fühle mich wie dieser Baum: Mehr tot als lebendig. Und doch gebe ich nicht auf. Wie er im Erdreich verwurzelt ist, will ich gegründet sein in Jesus, meine Kraft von Ihm holen.
Dieser Baum steht für mich auch für Advent. Der Prophet Jesaja kündigte an (Kapitel 11, Verse 1 bis 10):

Ein Spross wächst aus dem Baumstumpf Isai, ein neuer Trieb schießt hervor aus seinen Wurzeln. Ihn wird der Herr mit seinem Geist erfüllen, dem Geist, der Weisheit und Einsicht gibt, der sich zeigt in kluger Planung und in Stärke, in Erkenntnis und Ehrfurcht vor dem Herrn. Gott zu gehorchen ist ihm eine Freude. Er urteilt nicht nach dem Augenschein und verlässt sich nicht aufs Hörensagen. Den Entrechteten verhilft er zum Recht, für die Armen im Land setzt er sich ein. Seine Befehle halten das Land in Zucht, sein Urteilsspruch tötet die Schuldigen. Gerechtigkeit und Treue umgeben ihn wie der Gürtel, der seine Hüften umschließt. Dann wird der Wolf beim Lamm zu Gast sein, der Panther neben dem Ziegenböckchen liegen; gemeinsam wachsen Kalb und Löwenjunges auf, ein kleiner Junge kann sie hüten. Die Kuh wird neben dem Bären weiden, und ihre Jungen werden beieinander liegen; der Löwe frisst dann Häcksel wie das Rind. Der Säugling spielt beim Schlupfloch der Schlange, das Kleinkind steckt die Hand in die Höhle der Otter. Niemand wird Böses tun und Unheil stiften auf dem Zion, Gottes heiligem Berg. So wie das Meer voll Wasser ist, wird das Land erfüllt sein von Erkenntnis des HERRN. Wenn jene Zeit gekommen ist, dann wird der Spross aus der Wurzel Isais als Zeichen dastehen, sichtbar für die Völker; dann kommen sie und suchen bei ihm Rat. Von dem Ort, den er zum Wohnsitz nimmt, strahlt Gottes Herrlichkeit hinaus in alle Welt.
Beitrag von Susanne 8.12.20


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Plakat an der evangelischen Markuskirche in Düsseldorf https://markuskirche.ekir.de
Beitrag von Indra am 8.12.20
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Der erste Sonnenstrahl erreichte mich heute Morgen beim Aufstehen. Draußen war es noch völlig dunkel. Da hörte ich laut und deutlich einen Vogel singen. Er sang, als wäre es ein schöner sonniger Frühlingsmorgen und nicht mitten im Dezember. Ich hielt inne und lauschte. Wie schön das klang! Wie hoffnungsvoll! Wie zuversichtlich!
Und ich musste an das Bibelwort denken: „Gott vertrauen heißt: sich verlassen auf das, was man hofft, und fest mit dem rechnen, was man nicht sehen kann.“ (Hebräer 11,1)
Heute Morgen hat der Vogel mit seinem Gesang meine Hoffnung und mein Vertrauen gestärkt, dass wir diesen Winter überstehen werden – vielleicht nicht aus eigener Kraft, aber täglich gehalten, gestärkt und getragen durch die zärtliche Kraft Gottes.
Beitrag von Christine am 7.12.20
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Kurze Begegnung
Nähe für einen Moment
Die Freude bleibt mir

Beitrag von Karin am 4.12.20
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Tagelang Nebel
Eingefrorene Trübsal
Heut erfreut mich Licht

Beitrag von Uta am 27.11.20
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Feiere dein Leben
Feiere, dass du da bist.
Dass du einzigartig bist.
Dass jeden Morgen die Sonne aufgeht.
Dass die Sonne auch in deinem Herzen wohnt.
Dass dich jemand liebt und du diese Liebe erwiderst.
Dass knospende Rosen in deinem Garten stehen.
Dass dir die Amsel ein Lied singt.
Dass dich Kinderlachen umweht.
Dass es Erinnerungen gibt, die dich wärmen.
Dass eine bunte Vielfalt auf dich wartet.
Dass du Dinge tun kannst, die dich mit Glück erfüllen.
Dass es helfende Hände gibt, wenn du sie brauchst.
Dass stille Momente deine Seele atmen lassen.
Dass es für dich eine Zeit ohne Uhr gibt.
Dass du lachen und staunen kannst.
 
Beitrag von Monica Lockowandt am 23.11.20
 
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Novemberspaziergang auf der Ostalb
Beitrag von Katja am 17.11.20

„Wir können nicht warten, bis es keinen Grund zur Sorge mehr gibt“, schreibt die Dichterin Antje Sabine Naegeli. „Heute lasst uns die Freude suchen, am Fuß unserer Zäune, zwischen den Steinen im Weg.“ – Aus diesem Grund führe ich schon seit einiger Zeit ein Tagebuch für schöne Momente. Darin findet ein lieber Brief ebenso Platz wie ein schöner Spaziergang, ein gelungenes Gedicht, ein Regenbogen oder ein leckeres Essen. Solche Sonnenstrahlen also, wie wir sie hier auf dieser Seite sammeln und miteinander teilen. Das Schöne ist, dass sich die Freude auf diese Weise vervielfacht. Ich freue mich im Moment des Erlebens, dann ein zweites Mal beim Aufschreiben und der Gestaltung der Tagebuchseite und später immer wieder, wenn ich darin blättere.

Beitrag von Christine am 16.11.20

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I
Ich wollt`, ich wär gelassen.
Ich müsste nicht mehr hassen.
Ich müsste nicht mehr grollen.
Ja, das, das würd ich wollen.

II
Ich wollt‘, ich wär ein Baum,
gäb Schatten, Lebensraum.
Leb lang, dann gäb ich Holz,
So’n Leben wär mein Stolz.

III
Ich wollt`, ich wär ein Sonnenstrahl.
Ich fiel auf jede*n, ohne Wahl.
Ging wieder, wenn die Zeit gekommen.
Wär wie gewonnen, so zerronnen.

VI
Ich wollt`, ich wär ein tröstend Wort.
Kam grad zurecht, am rechten Ort.
Zur rechten Zeit. Mit warmem Klang.
Da reicht schon kurz. Es muss nicht lang.

Beitrag von Erhard am 12.11.20

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Beitrag von Johannes am 8.11.20 – klickt auf Vollbildmodus, dann könnt ihr es am schönsten sehen

Wintervorrat

Heute will ich
mein Herz füllen
mit Bildern des Lichts
mit Vogelflug und Gesang
mit der blauen Weite des Himmels

Das flüsternde Grün
will ich bergen
den vielfarbigen Rosenduft
das fröhliche Summen der Hummeln

Meine Seele will ich tränken
mit Sommerfülle und Leichtigkeit
mit Liedern der Freude
mit Glück

Beitrag von Christine am 5.11.20
Das Gedicht entstand im Juli im Kronacher Garten.

Hier ein „Sonnenstrahl“ von meinem Spaziergang am Rhein gerade eben…
Beitrag von Leila am 4.11.20
Beitrag von Heide und Ruth, Abendhimmel am 02.11.20

Herbstliche Sonnenstrahlen auf dem Weg zur Arbeit
Beitrag von Christiane am 29.10.20

GEKRÖNT
 
Vier Wochen Hausarrest,
mit neuer Krankheit „gekrönt“.
So viel Dankbarkeit:
Bin daheim, muss nicht fort,
kann für mich sorgen
und viele Pausen machen.
 
Freundinnen, Nachbarn, Bekannte
fragen nach mir.
– Woher wisst ihr es?
Hier gibt’s keinen Datenschutz. –
Einkäufe auf der Türschwelle,
Blumen, Briefe, Päckchen.
Gebete und Lieder am Telefon.
So viel Freude –
ich bin nicht allein!!
 
Balkon mit Sonne, Tomaten und Meisenbesuch.
Symptome verschwinden,
Geruchs- und Geschmackssinn kommen zurück.
Welch ein Geschenk!
 
Langsam, ganz langsam kommen Kräfte wieder.
Nun darf ich raus,
fast täglich spazieren schleichen,
mit Pausen,
Verschnaufen.
DANKE!
 
Ich kann nicht arbeiten
und bekomme doch Geld.
Kann es spenden
hinaus in die Welt
zu Freunden, Vereinen –
kleine Trostpflaster nur.
Aber Trost mög’ es sein:
Auch ihr seid nicht vergessen.
 
Beitrag von Uta am 27.10.20
Ich hatte dieses Frühjahr/Sommer viel Ablenkung und Freude durch Beobachtung diverser Vogel Webcams.
Unbeindruckt von Corona ging es in der Natur weiter, es wurde geworben, geliebt, gebrütet und viele wunderschöne Federtiere erblickten das Licht der Welt und wurden flügge.
Wie dieser junge Steinkauz im Abendlicht.
 
Im März geht es wieder los. Aber auch jetzt kann man noch alle Filmchen und Blogs von 2020 hier genießen:
 
 
Beitrag von Heike am 27.10.20
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Ein Sommermorgen
Das Licht vergoldet den Fluss
Mein Herz wird ganz weit
Beitrag von Karin am 26.10.2020
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Grau der Tag, doch das Rausgehen tut gut. Der Hofgarten ist heute voller Leben, voller Geheimnisse. Das herbstliche Gelb der Lindenallee leuchtet, auch ohne die Hilfe der Sonne, ganz aus sich selbst heraus. Die Welt ist bunt und voller Zauber. Die Luft ist erfüllt von Vogelstimmen. Es werden immer mehr, ein ganzes Geschwader Krähen lässt sich nieder, hält Konferenz, schwarz glänzend in den gelb leuchtenden Zweigen. Flugschau, Akrobatik, eine faszinierende Kakophonie von Krähenkommunikation erfüllt den Luftraum und spannt ihn hörbar weit über mir auf. Die Kanadagänse stimmen ein und verkünden schnatternd und flügelschlagend ihr Platzrecht. Ich beobachte glücklich diese wunderbar belebte Umwelt und fühle mich lebendig – mit allen Wesen verbunden – und froh!
Beitrag von Christine am 26.10.20
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